Der tragischste Unfall am Nanga Parbat 

Der wohl tragischste Unfall in der Geschichte des Nanga Parbat ereignete sich während der deutschen Expedition von 1934 unter der Leitung von Willy Merkl. Dieses Unglück prägte den Ruf des Berges nachhaltig und war ein entscheidender Grund für den späteren Beinamen „Schicksalsberg“.

Die Expedition hatte große Hoffnungen, den Gipfel erstmals zu erreichen. Doch in großer Höhe wurden mehrere Bergsteiger von einem extremen Schneesturm überrascht. Sie befanden sich bereits oberhalb von 7.000 Metern, als ein Orkan mit eisigen Temperaturen aufzog. Ihre Vorräte waren knapp und der Rückweg war durch Schnee und Lawinen blockiert. Die Bergsteiger waren tagelang im Sturm eingeschlossen und konnten weder aufsteigen noch sicher absteigen.
In der sogenannten „Todeszone“ über 8.000 Metern verschlechterte sich die Situation dramatisch, die extreme Kälte führte zu schweren Erfrierungen, Erschöpfung und Sauerstoffmangel nahmen zu. Eine Rettung war unmöglich. Nach und nach starben mehrere Expeditionsteilnehmer an Entkräftung und Unterkühlung – darunter auch Expeditionsleiter Willy Merkl.
Insgesamt verloren 10 Bergsteiger und Träger ihr Leben. Für die damalige Zeit war dies eine der größten Tragödien im Höhenbergsteigen. 

Willy Merkl – WikipediaGerman mountaineer. Photographed on his 1934 expedition to climb... News  Photo - Getty Images