Erstbesteigung des Nanga Parbat (1953)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm 1953 Karl Herrligkoffer, der Halbbruder Willy Merkls, die Leitung einer neuen Expedition zum Berg. Nachdem bis dahin 31 Menschen am Berg gestorben waren, gelang am 3. Juli 1953 schließlich dem Tiroler Hermann Buhl bei dieser Expedition die Erstbesteigung des Nanga Parbat bei außergewöhnlich günstigen Witterungsbedingungen

Die Erstbesteigung des Nanga Parbat gelang am 3. Juli 1953 im Rahmen einer deutsch-österreichischen Expedition unter der Leitung von Karl Herrligkoffer. Nach vielen gescheiterten Versuchen in den Jahrzehnten zuvor standen die Bergsteiger erneut vor extremen Wetterbedingungen, großer Höhe und schwieriger Routenführung.
Der entscheidende Moment kam, als der österreichische Bergsteiger Hermann Buhl den Gipfelangriff startete. Sein Seilpartner musste jedoch wegen Erschöpfung umkehren – Buhl setzte den Aufstieg allein fort. Ohne Sauerstoffgerät und mit nur wenig Verpflegung erreichte er am Abend als erster Mensch den Gipfel.
Der Abstieg wurde lebensgefährlich: In rund 8.000 Metern Höhe musste Buhl die Nacht stehend auf einem schmalen Felsabsatz verbringen ohne Zelt und ohne Schlafsack. Am nächsten Tag schaffte er völlig erschöpft den Rückweg ins Lager.
Diese außergewöhnliche Leistung gilt bis heute als eine der größten Errungenschaften des Höhenbergsteigens. 

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Hermann Buhl: Die Legende vom Nanga Parbat | Kurier